Der AVGS

Was ist der AVGS und welche Arten davon gibt es?

Was sich liest wie eine Frage zu einer Tierart, ist tatsächlich ein Werkzeug der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter oder der Rentenversicherung. Sind Sie, oder eine beliebig andere Person, arbeitssuchend gemeldet und erfüllt diese Person gewisse Voraussetzungen, kann man diesen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein beantragen. Es werden drei Arten unterschieden:

  1. AVGS-MAG – der Gutschein für eine betriebliche Trainingsmaßnahme von minimal 6 Wochen und höchstens 8 Wochen Dauer.
  2. AVGS-MPAV – der Gutschein wenn Sie sich an einen Arbeitsvermittler wenden um eine sozialversicherungspflichtige Arbeit zu erhalten.
  3. AVGS-MAT – der Gutschein für professionelles Coaching oder Profiling

Beachten Sie unbedingt die Hinweise auf Ihrem AVGS. Wenn Sie sich nicht sicher sind ob Sie Ihren AVGS einsetzen können wenden Sie sich an Ihren Berater im Amt oder fragen vorab bei Ihrem Arbeitsvermittler nach.

Wer hat Anspruch auf den AVGS?

Rechtsanspruch auf den AVGS haben alle arbeitsuchenden Personen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Bei Beantragung des Aktivierungs-und Vermittlungsgutschein ist der Antragsteller in den letzten 3 Monate mindestens 6 Wochen arbeitslos und ist im Leistungsbezug ALG1

Ein AVGS kann auch ohne Rechtsanspruch beantragt werden. Die Entscheidung liegt in diesen Fällen im Ermessen Ihres Beraters.

Wie lange ist Gutschein gültig?

Die Gültigkeit des Aktivierungs-und Vermittlungsgutscheins ist unterschiedlich. Der Gültigkeitszeitraum wird aber in jedem Fall auf dem Gutschein notiert.

Der Antrag sollte schriftlich erfolgen

Sie sollten Ihren Antrag auf Ausstellung eines Aktivierungs-und Vermittlungsgutscheins immer schriftlich einreichen. Im Falle einer Ablehnung erhalten Sie einen Bescheid und können dagegen gegebenenfalls Widerspruch einlegen.

Kein Anspruch auf einen AVGS und dennoch beworben?

Sie können sich natürlich auch ohne AVGS-Anspruch bei einem Arbeitsvermittler bewerben. Klären Sie das allerdings am besten vorab per Telefon oder im Vorstellungsgespräch. Manchmal übernehmen die Arbeitgeber die Vermittlungskosten oder es kann eine günstige Selbstzahlervereinbarung getroffen werden.